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5.9.2010 : 0:07 : +0200

Gerätehaus

Unser Feuerwehrgerätehaus

Die Wehrmänner der FFW Rennertshofen waren bis zum Jahr 1974 mit ihren Gerätschaften in einer
Garage im jetzigen Rathaus untergebracht.
Mit Amtsantritt des damaligen 1. Kommandanten Heinz Kaufmann wurde eine neue Ära für die Wehr eingeleitet. Er konnte den Gemeinderat von der Notwendigkeit eines Löschfahrzeuges LF8 überzeugen und somit musste auch ein geeignetes Gebäude für die Unterbringung des neuen Fahrzeuges gesorgt werden.
Die Marktgemeinde kaufte dafür die leerstehenden Gebäude der Fa. Leinweber, welche einst als Omnibusgaragen dienten. Im Jahre 1976 wurden diese dann in über 2800 unendgeldlich geleisteten
Arbeitstunden der FFW Rennertshofen zu einem Feuerwehr Gerätehaus umgebaut.

 

Der Wehr standen nun eine Fahrzeughalle mit zwei Stellplätzen, eine Schlauchwaschhalle mit einem
8 Meter langen Waschtrog und einer Vierbürsten Reinigungsanlage sowie eine Schrägtrocknungs-Anlage, ein Unterrichts- und Bereitschaftsraum sowie Sanitärräume für Damen und Herren auf insgesamt 212 qm Grundfläche zur Verfügung. Ein Vorplatz auf der gesamten Gerätehauslänge konnte auch mit genutzt werden.
Nach zehn Jahren im Dienst der FFW Rennertshofen wurde dann festgestellt, dass das Gerätehaus zu klein ist und ein Erweiterungsbau unumgänglich wurde, da zwischenzeitlich der Fahrzeugpark der Wehr um einen VW Pritschenwagen erweitert, und ein neues TLF 16/25 bei der Fa. Ziegler in Auftrag gegeben worden war.

Der Erweiterungsbau wurde in den Jahren 1986 und 1987 in knapp neuen Monaten erstellt. Dabei wurden über 6000 unendgeldliche Arbeitsstunden der FFW Rennertshofen erbracht. Das Gerätehaus wurde um 6 Meter verbreitert und verlängert. Der Feuerwehr steht seit der Beendigung der Bautätigkeit ein Gerätehaus mit einer Grundfläche von 431 qm zur Verfügung.
Leider wurde es aber versäumt (aus welchen Gründen auch immer) den Anbau mit Kellerräumen zu planen bzw. zu bauen.
Bei diesem Erweiterungsbau wurde die vorhandene Fahrzeughalle noch mal um ca. 3 Meter - und die Schlauchwaschhalle um ca. 2 Meter verlängert. Dadurch konnte auch der vorhandene Waschtrog auf 11 Meter erweitert werden, damit auch 20 Meter Schläuche relativ problemlos zu pflegen sind.
Vom ursprünglichen Unterrichtsraum ist nicht mehr viel übrig geblieben. Dieser wurde von 29 qm (Schlauchbauweise 3,6mtr. x 8,0mtr.) zu einem akzeptablen Unterrichtsraum mit einer Fläche von 57 qm und einer Bestuhlung für 75 Personen ausgelegt.
Neu gebaut wurde eine dritte Fahrzeughalle (60qm) mit Montagegrube, eine Werkstatt (28qm) für Reparatur- und Wartungsarbeiten, ein Schlauch- und Materiallager (21qm) sowie ein kleines Kraftstofflager (2,5qm) und einen Abstellraum (4,5qm). Der Tank- und Heizungsraum (16qm) ist mit einer Zwischendecke versehen, um Lagerfläche für das Ölbindemittel zu gewinnen. Eine Hindernisbahn für die Atemschutzgeräteträger ist im Dachgeschoss eingebaut. Eine kleine Terrasse für die Zeit nach der erledigten Arbeit konnte im hinteren Bereich des Gerätehauses untergebracht werden.
Nachdem bei größeren Veranstaltungen (Bereitschaftsdienst, Kameradschaftsabend, Erste-Hilfe-Kurs usw.) es immer zu Platzproblemen beim Zubereiten der Verpflegung gekommen war, wurde im Verwaltungsrat 1997 beschlossen eine Küche ins Gerätehaus einzubauen. Dabei wurde vom bestehenden Schlauch- und Materiallager ein Teil der Fläche (10qm) geopfert. Es musste eine bestehende
zweiflüglige Brandschutztüre zu einer eintürigen Türe umgebaut, eine Zwischenwand mit Türe aufgemauert, sowie eine Zwischendecke eingezogen werden. Die Küche wurde von Vereinsmittel angeschafft und eingebaut. Auch bei dieser Baumaßnahme wurden von der aktiven Mannschaft wieder sehr viele unendgeldliche Arbeitsstunden absolviert und deshalb musste die Gemeinde auch nur mit einem Teil der Materialkosten belastet werden.
Im selben Jahr wurde beschlossen im Garten auf die Grundstücksgrenze eine Stützmauer zu errichten, damit der Höhenunterschied zum Nachbargrundstück ausgeglichen werden konnte. Anschließend wurde im Garten das fehlende Erdreich aufgefüllt, der Rasen eingesät und eine Hecke gepflanzt. Durch diese Maßnahme konnte der vorhandene Garten mit Terrasse auf die gesamte Länge
um ca. 3 Meter verbreitert werden. Der selbstgebaute Grill auf der Terrasse musste 2002 durch einen neuen ersetzt werden, da dieser durch Überhitzung sehr deformiert war. Verschiedene Kammerraden verwechselten hier vermutlich ein Grillfeuer mit einem Lagerfeuer.
Der letzte Erweiterungsbau ist jetzt schon seit 15 Jahre abgeschlossen. In dieser Zeit sind unsere Ausrüstungsgegenstände permanent erweitert und komplettiert worden, damit wir immer auf dem Stand der Technik sind und bei Einsätzen nicht vor unlösbaren Aufgaben stehen.
Schon ein kurzer Blick in unser Gerätehaus, verrät jeden der sich mit der Materie Feuerwehr nur annähernd auskennt, dass unser Gerätehaus über kurz oder lang aus allen Nähten platzt. Es gibt keine Wand mehr, an der noch Platz wäre um Gerätschaften aufzuhängen bzw. zu lagern. Selbst an der Decke werden schon die verschiedensten Teile platziert bzw. hochgezogen.
Aus Sicht unserer jetzigen Platzverhältnisse ist der nächste Gerätehausbau schon vorprogrammiert. Das wird aber dann vermutlich ein Neubau, da die Gemeinde vor Jahren schon das Nachbargrundstück verkauft hat und somit kein Erweiterungsbau mehr möglich ist.